Gremium / Ausschuss:

Stadtrat

Datum: 

10. November 2022

Drucksache: 

Zukunft Galeria Karstadt Kaufhof in Dortmund

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Tagesordnungspunkt
Zukunft Galeria Karstadt Kaufhof in Dortmund wir, Die FRAKTION Die PARTEI, bitten um Beratung und Beschlussfassung des folgenden Ergänzungsantrags:

Beschlussvorschlag
Der Rat möge beschließen, dass bei einer etwaigen Schließung der Karstadt-Filiale in der Dortmunder Innenstadt Gespräche mit dem Cityring geführt werden, um das Gebäude im Anschluss als bedingungslos kostenlose Unterkunft für Obdachlose nutzen zu können.

Begründung
Sowohl Stadtverwaltung als auch Cityring sind sich einig: Obdachlose sind nicht schön und verschandeln das Stadtbild. Und was nicht schön ist und das Stadtbild verschandelt, muss weg! Daher ist man sich auch beim Vorgehen gegen diese Personengruppe einig: Vertreibung scheint der einzig sinnvolle Weg.

Dabei kommt es jedoch immer wieder zum gleichen Problem: Obdachlose, die von einem Ort vertrieben werden, verpuffen nicht einfach, sondern tauchen unpraktischerweise an einem anderen Ort, der sich leider oftmals ebenfalls im Stadtgebiet befindet, wieder auf.
Durch die kreative Idee, speziell zur kalten Jahreszeit einen Sicherheitsdienst zu installieren, der obdachlose Menschen von warmen Orten vertreibt, kann die Zahl der Obdachlosen dank Tod durch Erfrieren zwar ein wenig reduziert werden, aber einige werden absehbar doch wieder überleben.

Dieses Problem ließe sich lösen, wenn das bald leerstehende Karstadt-Haus genutzt werden würde, um obdachlose Menschen dorthin zu treiben. Vielleicht könnte man auch die leuchtenden Tafeln des Parkleitsystems nutzen, um Obdachlosen den Weg zu weisen. So
würde auch dieses noch eine sinnvolle Bestimmung finden.

Ähnlich wie einst bei den Schlecker-Frauen ist auch bei den Karstadt-Frauen davon auszugehen, dass diese von Natur aus dank ihres Geschlechts in der Lage und fähig sind, Care-Arbeit zu übernehmen, sodass diese direkt im Karstadt-Obdachlosenhaus eine neue
Beschäftigung finden könnten.

Alternativ könnte man auch in Betracht ziehen, eine Etage des Gebäudes nach der anstehenden Legalisierung für den Anbau von Cannabis zu nutzen. Die Band Joint Venture sang bereits 1995: „In breiten Köpfen ist mehr Platz für Toleranz.“ Vielleicht würde ein wenig mehr davon auch gegenüber den ärmsten Menschen in unserer Stadt manch einem gar nicht schaden.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Schlösser

Große Sorge um Karstadt in Dortmund: „Die Partei“ nutzt die Krise zur Provokation im Rat

Beschluss / Antwort:

Mehrheitlich von allen Fraktionen abgelehnt. Außer uns.

Protokoll der Sitzung:

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