Gremium / Ausschuss:

Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit

Datum: 

15. Juni 2021

Drucksache: 

Stornierung von Impfterminen

2021-09-02 14.54.16

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von der Kaiserin Vernunft ausging, dass alle Welt geimpft würde. Und diese Impfkampagne war die allererste ihrer Art und geschah zu der Zeit, da Thomas Stadtpfleger in Dortmund war. Und jedermann ging, dass er sich impfen ließe, ein jeglicher in seiner Stadt.

So weit so gut und schön wäre es, wenn die Geschichte damit zu Ende wäre, nur gibt es ein paar formale Probleme bei dem Ganzen. Da wir nicht mehr in biblischen Zeiten leben, sondern schon moderne Technik (wie Faxgeräte) haben, gibt es eine Koordinierungsstelle und Termine: Erst für die besonders schützenswerten (Joseph wäre in Priorisierungsgruppe 2), dann irgendwann für alle. Nur leider gibt es noch nicht genug Stoff für alle, sondern der Stoff und damit auch die Termine sind ein rares Gut. Deshalb sollte dieser so gerecht und geplant wie möglich verteilt werden.

Nun gibt es aber auch ganz besondere Menschen in unserer schönen Stadt, die einerseits einen Impftermin haben, ihn andererseits aber nicht wahrnehmen können. Eine sozial eingestellte Person würde sich nun denken „dann sag ich fix meinen Termin ab, dann kann sich ein anderer meine Spritze schnappen“. Hier muss dann allerdings gesagt werden: Leichter gesagt als getan. Wer online über den Dortmunder Ableger des Portals https://www.nrw-impft.de/ gebucht hat, bekommt den Hinweis, hier könne nun eine Bestätigung heruntergeladen oder der Termin storniert werden. Das klappt auch immerhin zu 50%, denn die Bestätigung kann dort heruntergeladen werden. Stornieren ist keine verfügbare Option. In der Bestätigung steht dann der Satz: „Sollten Sie akute Erkältungssymptome haben, stornieren Sie bitte Ihren Termin und vereinbaren Sie einen neuen unter der Telefonnummer 0800-5889626“.

Doch leider ist dies ebenfalls gelogen. Wer dort anruft und die Warteschleifenmelodie überlebt (sehr eintönig nach einiger Zeit), erhält den Hinweis, dass es bekannt sei, dass dieser Satz in der Bestätigung stehe, er aber trotzdem nicht stimme.

Hier werden zwei mögliche Wege aufgezeigt, um dieses Problem in Zukunft zu verhindern, wir bitten daher um die Abstimmung der beiden folgenden Möglichkeiten:

Beschluss:

Weg 1:
Online, offline und überall sonst wird jeglicher Hinweis auf eine Stornierungsoption gestrichen, stattdessen erscheint der Hinweis: „Aufgrund bereits überlasteter Faxgeräte ist eine Stornierung eines gebuchten Impftermins nicht möglich.“

Weg 2:
Es wird online eine Funktion zur frühzeigen Stornierung des Termins eingebaut. Hierbei soll abgefragt werden, ob der Termin verschoben werden soll (weil die zu spritzende Person z.B. derzeit an Erkältungssymptomen leidet und daher nicht gepiekst werden sollte), oder ob ein neuer Termin nicht nötig ist, da die Person mittlerweile auf anderem Weg immunisiert ist (z.B. Impfung an einem anderen Ort, Erleidung der Infektion, Tod). Im ersten Fall soll im Anschluss die Möglichkeit bestehen, einen Ersatztermin zu buchen.

Mögliche Zusatzfeatures:
Wenn eine Zweitimpfung storniert wird und der erste Weg gewählt wurde, sollte der Ausweichtermin zeitnah sein.
Die Telefonhotline muss ebenfalls Zugriff auf diese Funktion haben.

Begründung:
Der aufgezeigte erste Weg ist immerhin ehrlich, spart Zeit der BürgX und der städtischen Angestellten und damit auch Geld. Zudem ist er sehr leicht umzusetzen.
Nachteil wäre, dass eine Stornierung damit nicht möglich ist. Ausgefallene Impftermine müssen sehr spontan nachbesetzt werden, um den wertvollen Stoff nicht verkommen zu lassen, es herrscht also eine geringe Planbarkeit.
Der zweite von uns vorgeschlagene Weg wäre sehr gut und würde alle Menschen glücklich machen.

Verfasst und nach Diktat verreist
Im Jahre des Herrn
2021

Beschluss / Antwort:

„Die Verwaltung wird gebeten, darauf hinzuwirken, dass auf nrw-impft.de und der zugehörigen Telefonhotline nutzbare Stornierungsmöglichkeiten aufgebaut werden. Dabei soll auch die Vereinbarung eines Ersatztermins ermöglicht werden. Die Verwaltung wird gebeten, dem Ausschuss über die Ergebnisse ihrer Bemühungen in einer der nächsten Sitzungen zu berichten.“

Protokoll der Sitzung:

Presseberichte:

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